Samstag, 29. Juli 2017

[Rezension- review] Besondere Umstände








Titel: Besondere Umstände
Verlag: Story Bakery
Autor:  Gabriela Kasperski
Preis: 10,10€ (österreichische Buchhandlung)

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Klapptext:

Zwischen Schwangeren, Adoptionshäusern und Krankenhäusern wird plötzlich eine Sachbearbeiterin für Adoptionen ermordet und ein Baby entführt. Große Panik in dem kleinen Dorf in der Schweiz. Wer macht den sowas?

Seid dabei, wenn Schneyder und Meier den Täter jagen.


Gestaltung:


Dunkle Farben zieren das Cover. Mittendrin steht ein Kinderwagen verlassen in einem Park. Keine Person, die der Kindewagen gehören könnte ist da und selbst das Kind ist verschwunden. Passend für diesen Regionalkrimi. Also, wenn man nur dieses Cover sieht, hat man eigentlich schon erfahren, was das Thema dieses 530 Seiten dickes Buch ist.

„Besondere Umstände“ sind es gewissermaßen auch, die einstigen Bekannten und liebgewonnen Kolleginnen im Mutteryogakurs wieder entzweien. Ein Kind wird entführt und plötzlich ist jede und jeder verdächtigt.
Aber den genauen Wortlaut und bestimmt eigentliche Bedeutung des Titels findet man am Ende, als dann alles gut über die Bühne geht und die Yogatrainerin ihren Traum erfüllen kann.


This cover has dark colours. In the middle, you can see a buggy without a person, who might be the owner of it. But also the baby is missing. But this fits to the regional crime novel. So, when you see this cover, this cover, you get an impression of the main plot.

“Besondere Umstände” is the title of this book and maybe it means, that the theft of a baby causes that the women are becoming opponents. So every woman becomes a suspect.
But you can find the meaning of it at the end of the book, as the yoga trainer makes her dreams come true.



Charaktere:

Die Charaktere können sich auch sehen lassen. Mein Favorit ist Zita gewesen. Sie ist ein Sturkopf durch und durch und lässt sich nur in seltenen Fällen etwas von ihrem Comissario etwas sagen und ist wirklich etwas vorlaut, aber genau diese Eigenschaft, dass sie das sagt, was sie denkt, gefällt mir so sehr an ihr. So kommt sie auf ihre eigene Art und Weise an die Informationen, die Meier für die Ermittlungen braucht.

Aber auch die anderen Charaktere sind einzigartig und haben den gewissen Charme, den es mir erleichtert hat, so schnell durch dieses Buch zu kommen.

The characters are great. My favourite is Zita. She is a difficultie and doesn’t want any advice from her boyfriend, the Comissario. She always says what she thinks and this is why I like her. She gets the information on her own way. She doesn’t need someone for that.

But also the other characters are great. They have the charm, which helped me to get through this book.






Meine Meinung:
Zunächst einmal herzlichen Dank an Literaturtest für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Wer literarisch gerne Mörder in der Schweiz jagt, oder generell in diesem Genre sich wohlfühlt, wird mit diesem Buch eine riesen Freude haben. Zum zweiten Mal ermittelt Polizist Werner Meier und seine überaus eifrige Freundin Zita Schneyder in seinem Revier. Wer also den ersten Fall der Reihe „Die gefallene Schneekönigin“ gelesen und geliebt hat, kommt auch hier voll auf seine Kosten.

Wie weit würde eine Mutter gehen, um ihr Kind zurück zu bekommen? Würde sie dafür über Leichen gehen? Diese Frage ist in diesem Regionalkrimi eine ganz entscheidende. Auf fast 530 Seiten bekommt man von Gabriela Kasperski Trauer, Schmerz, Wut und vor allem Mutterliebe, die unter die Haut geht, auf hohem Niveau serviert. Dieser Fall, der bekommt nämlich seine Spannung nicht durch den Mord der Sozialarbeiterin, sondern durch die Entführung des Babys Maud, welche für die Mutter erschütternd ist.

Obwohl mich der 3. Fall des Duos Schnyder & Meier „Sicht unsichtbar“ nicht so mitreißen konnte, ging ich voreingenommen und erwartungslos an diesen Fall. Mich hat einfach die Frage fasziniert, wie weit junge Mütter gehen würden. Dass dieser Fall mich so faszinieren würde, habe ich aber nicht gedacht.

Dieser Regionalkrimi überzeugt durch seine einzigartigen Charaktere, seiner Ermittlungen, teilweise witzigen, aber auch hitzigen Diskussionen und zu guter Letzt durch seine Wendungen. Ich hatte nie den Verdacht, dass der Fall so enden würde.

Der Schreibstil gefällt mir in diesem Band besser. Er kommt mir flüssiger und lebendiger vor. Obwohl ich zunächst meine Gedanken über 500 Seiten gemacht hatte, waren diese ziemlich schnell vorüber. Es ist alles flüssig, dass ich nie wirklich aufhören wollte zu lesen.

Dass ich ein Fan von Perspektivwechsel bin, müsstet ihr bestimmt schon wissen. Daher kann ich auch diesen hier anführen. Wie auch schon in dem Band, den ich bereits gelesen habe, sind ständige Perspektivwechsel vorhanden. Da kommt man, wenn ich schätze auf 7-8 Perspektiven. Es ist am Anfang schwer, weil man in kürzester Zeit mit mehreren Charakteren zu tun hat, aber wenn man mal die ersten 50-100 Seiten gelesen hat man wirklich Spaß daran mitzuerleben, wie einzelne Puzzleteile zu einem fertigen Puzzle zusammengebaut werden.

Mir schwirrt immer die Frage herum, warum man ein kleines Kind einfach seiner Mutter entzieht. Es ihr weg nimmt. Was also als Mord und Kidnapping beginnt, wird schon bald zum größeren Kaliber: Kinderhandel. Eine schreckliche Sache. Nur um den Wunsch eines „eigenen“ Kindes zu erfüllen. Ich kann diese Frauen nicht verstehen, wenn sie den illegalen Weg dem legalen vorziehen.

Aber mal zusammenfassend finde ich diesen Regionalkrimi einfach spannend, vom Thema her sehr interessant und vor allem gute Charaktere, die es einem leicht gemacht haben in der Geschichte hängen zu bleiben.


A massive thank you to Literaturtest for providing a book.

Everybody who loves to catch murderer in Switzerland, or everybody who loves to read in this genre. It is the second time that Werner Meier, the policeman and his ambitious girlfriend Zita Schnyder investigate a crime scene. So, everybody who read and loved the first case “Die gefallene Schneekönigin” will do the same with this book-

What would a mother do if her baby gets missing? Would she kill somebody? This is an important question in this regional crime novel. Within 530 pages Gabriela Kasperski gives us grief, pain, fury and a lot of mother love. Everything on a high level. This case isn’t exciting because of the dead of the social worker, but this book gets the tension through the missing baby.  

Although the third case was not so exciting for me, I was thrilled to read the second one. The question, which I explained in the last passage was the reason, why I wanted to read this book. But I never thought, that it would move me so much.

This regional crime novel convinces through special characters, its investigations, through its funny and heated conversations and its turnings. I have never expected, that it ends like this. In a positive way.
The writing style improved a lot. It is more fluid and livelier. Even though I had doubts about its 500 pages, they passed so fast. Everything is fluent and I didn’t want to stop reading.

You might know, that I am a fan of change in perspective. So I have to talk about it here too. It is like I read it in the other book, you have a lot of changes here too. I guess there are 7 or 8 perspectives. At the beginning it is a little bit difficult, because you don’t know the characters at all. But when you pass the first 50 or 100 pages then you have a lot of fun with it. It is interesting for me to put all pieces of a puzzle into one big puzzle.


I wonder why someone steals a little baby from its mother. So it starts with murder then it comes to kidnapping and this can be a part of children trade. A horrible thing. Everything, because a woman wants to have her “own” baby. I can not understand, why they use the illegal way to get one.


But summing up: This is a great exciting regional crime novel and the topic is interesting. It has great characters, which make it easy to be caught up in the story.

Fazit:


Wenn Frauen nicht mehr weiterwissen und nur auf schnellem Wege ein Kind wollen, oder es eben behalten wollen, kann eben passieren, dass sie über Leichen gehen. So in diesem Fall. Ein Krimi, der von Muttergefühlen und Ängsten nur so trotzt.
Mir hat dieser Fall des Duos wirklich gut gefallen und kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, der nicht so auf brutale Krimi und Thriller steht. Man könnte fast sagen: Die Rosenheimcops auf schweizerisch. Ein humorvoller, aber spannender Regionalkrimi.

Ich gebe 5 Herzen.


When women want to have a baby, doesn’t matter which way they go, then it is possible, that they kill somebody. This happened in this book. A crime novel with a lot of mother love and fears.
I liked this novel of the duo. I can recommend this to everybody, who doesn’t like crime novels with violence. You can say: Here you have “Die Rosenheimcops” of Switzerland. A humorous and exciting regional crime novel.

I give 5 hearts.




Bilderquelle: Morawa

                                           

1 Kommentar:

  1. Liebe Lisa, vielen DANK für diese schön geschriebene und ausführlicher Rezension. Herzliche Grüsse Gabriela Kasperski

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